La Llanía

Einer der beliebtesten Wanderwege auf El Hierro
Eine bequeme, zwei Stunden dauernde Wanderung bietet einen Überblick über die herrlichen Kontraste, die die Insel El Hierro auszeichnen. Der Wanderweg La Llanía, der als einer der beliebtesten gilt, nimmt seinen Lauf in Valverde, im Nordosten der Insel, von wo aus er in Landschaften vordringt, die verzaubern. Von El Brezal, einem dichten Feuchtwald, aus führen farnbewachsene Wege in eine sandigere, lichtere Landschaft und schliesslich in eine der am besten konservierten Calderas der Insel, die vor der grandiosen Landschaft des El Golfo- Tals liegt. Sieben Kilometer hin und zurück durch Landschaften von unglaublicher Magie und Schönheit.
Von der Quelle von La Llanía zum El Golfo- Tal
Diese XL- Version der Route, die man nur mit guten Wanderstiefeln in Angriff nehmen sollte, beginnt am Brunnen von La Llanía. Die imposanten Baumheidebestände mit ihren unzähligen Flechten werden in Richtung Hoya del Morcillo zurückgelassen. Auch der Lorbeerwald bleibt zurück und damit auch die Feuchtigkeit. Nachdem man die Quelle Fuente del Lomo passiert hat, durchquert man ein verbranntes Areal, das sich gerade in der Wiederaufforstung befindet. Schliesslich erreicht man einen Aussichtspunkt mit herrlichen Ausblicken auf die spektakuläre Caldera de la Hoya de Fireba. Noch bevor man das El Golfo- Tal mit seinen immensen Steilküsten und den Roques de Salmor erreicht, kann man sich an dem erbaulichen Anblick von El Bailadero de Las Brujas, dem Hexentanzplatz, ergötzen, einem von Legenden umrankten Ort.
Length
7 km
Localidad
Valverde
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Ruta de la Llanía
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Baumheidewald El Brezal

Der Weg führt in den Baumheidewald El Brezal, der paradoxerweise hauptsächlich aus Gagelbäumen besteht. Dies ist der regnerischste Ort der Insel. Durch die häufigen Niederschläge erreichen diese Baumarten enorme Ausmasse. Wir stossen als erstes auf eine Waldlichtung namens La Chapa Pablo. Anschliessend durchqueren wir einen feuchten Lorbeerwald, mit seinen dichten Baumkronen umgeben von Flechten und Moosen.

Es ragen besonders zwei imposante kanarische Kiefern heraus, was uns daran erinnert, dass der Baumheide-Buschwald auf dieser Südseite eigentlich anormal ist. Die Feutchtigkeit des Nebels steigt hier über die Abhänge des El Gofo Tales hoch.

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Weg der Farne

Die Route biegt in Richtung Süden ab und folgt dem Lauf einer kleinen Schlucht. Da El Hierro geologisch gesehen eine junge Insel ist, ist das Schluchtennetz noch gering entwickelt. An den Wegrändern sind vor allem Farngewächse zu sehen. Die am häufigsten vorkommenden Art ist der Adlerfarn.

Seine Wedel, so nennen sich die Bätter, können bis zu zwei Meter gross werden. Diese Farnart toleriert das Licht und etwas Wärme, deshalb wächst sie auf der weniger feuchten Strecke des Weges.

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Die Kurve der Wände

Wir überqueren die Landstrasse die nach Hoya del Morcillo führt. Dort befindet sich der wichtigste Waldrastplatz der Insel. Der Weg geht in neue Waldgebiete über. In dieser weniger feuchten Gegend sind kaum noch Gagelbäume zu sehen. Es erscheinen die Baumheiden. Diese Pflanzengattung wächst in weniger feuchten Zonen und ist hitzebeständiger.

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“Tablada” Montaña La Fuente

Diese grosse Lichtung befindet sich am Fusse des Berges Montaña de la Fuente. Die Viehzucht ist auf El Hierro von Bedeutung und das Wort “tablada” ist mit den Hirten in Zusammenhang zu bringen. Tablada ist der Ort an dem das Vieh zusammengetrieben wird. Wenn sich die Stelle in der Nähe einer Ortschaft befand, entsprach es einem Schlachthof.

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Der Brunnen - Fuente del Lomo

Der im Wald verlorene Brunnen ist ein Teil der Geschichte den die Insel während der schweren spanischen Nachkriegszeit erlitt. Er wurde als Wassertränke für das Vieh in den vierziger Jahren von der Inselregierung konstruiert. Ausserdem wurde ein Tank für den menschlichen Wasserkonsum gebaut. Dies geschah vor nicht allzu langer Zeit und die älteren Einwohner erinnern sich noch an die Zeiten an denen das Wasser auf Lastwägen in die Tanks der Häuser geliefert wurde. Man holte das Wasser auch in Karaffen und musste oftmals in langen Schlangen stehen, da nur wenig Wasser aus dem Brunnen floss.

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Die verbannte Zone

Im September des Jahres 2006 zerstörte ein schrecklicher Waldbrand 1.400 Hektar Land. Dieser Wanderweg durchquert eine Strecke, die von dem Brand betroffen war. Der Brand wurde in dieser Gegend nachdem er von El Pinar aus hochgestiegen war, gelöscht. Es ist interessant zu beobachten wie sich die Vegetation weiter entwickelt hat. Die jungen Kiefern haben sich inzwischen erhohlt und die Wiederaufforstung des Baumheide-Buschwaldes schlägt langsam an.

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Hoya de Fireba

La Hoya de Fireba ist ein spektakulärer Explosionskessel, der im mittleren Zeitraum der vulkanischen Inselgeschichte entstanden ist. Es ist ausserdem der best erhaltene Kessel der Insel. Auf der Insel gibt es nur drei Kessel die dieser Typologie entsprechen. Er befindet sich im Zentrum des Scheitelpunktes der drei Rücken, die die unregelmässige Sternform der Insel bilden. Dieser spektakuläre Kessel hat einen inneren Durchmesser von 259 Metern und ist 110 Meter tief. Sein Ascheboden ist flach.

In den Inneren Teil des Kessels zu gelangen und den Hauch von Natur und Ruhe zu spüren, ist ein magischer Moment der nur vom Geräusch der Vögel gestört wird. Die Südseite des Kessels wird vom Passatwind beeinflusst, der über die Abhänge von El Golfo strömt. Das hat zur Entstehung eines Baumheide-Buschwaldes geführt. Die Nordseite hingegen ist kaum mit Vegetation bewachsen. Ein kleiner Bereich des Grundes des Kessels wurde ursprünglich zum Trockenanbau von Kartoffeln genutzt . Ein Pfad, den man heute wiedergewonnen hat, führt ins Innere des Kessels.

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Aussichtspunkt Mirador de la Hoya de Fireba

Dieser Aussichtspunkt befindet sich an der Südspitze der Kante des Kessels, genau oberhalb der Zone an der sich die Vulkanasche, die man auf den Inseln picón nennt, abgelagert hat. Linker Hand des Aussichtspunktes liegt der Gipfel Pico de Fireba, der an feuchten Tagen einen besonderen Farbkontrast zeigt. An klaren Tagen kann man vom Aussichtspunkt aus wunderbar La Gomera und Teneriffa erblicken. Genau an diesem Südrand des Kessels, an dem sich der Aussichtspunkt befindet, verläuft der Weg den die Schutzheilige von La Dehesa bis Valverde zurücklegt. La Hoya de Fireba befindet sich zwischen den “Strichen” von La Llanía und La Mareta. Diese sogenannten Striche sind die Punkte an denen die Schutzheilige während des Abstieges von den Bewohnern einer Ortschaft an die andere übergeben wird. Bei La LLanía gibt El Golfo die Schutzheilige an El Pinar über. Anschliessend wird sie bei La Mareta an Isora übergeben.

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El Bailadero de las Brujas

Ein Volksglaube bringt diese flache Stelle, die ursprünglich vor der Wiederaufforstung, eine Waldlichtung war, mit Hexen in Zusammenhang. Man sagte, dass an dieser Stelle nichts wuchs weil hier die Hexen tanzten. Im Unterbewusstsein der Einheimischen und kanarischen

Einwohner allgemein, waren die magischen Praktiken sehr tiefsitzend. Die Stellen an denen die Hexen tanzten nennt man “bailaderos”.

Diese Stellen sind auf allen Inseln zu finden. Obwohl dieser Name auch Stellen zugeordnet wird, an denen die Ureinwohner ihr Vieh ohne Futter hinterliessen, damit es anfig zu meckern um die Götter um Regen zu bitten.

Von daher könnte der Name “baladero” stammen (balar=meckern) der sich dann mit dem Tanzen der Hexen (bailar = tanzen) vermischte und sich zum Wort “Bailadero” entwickelte.

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Aussichtspunkt - Mirador de La Llanía

Dieser Aussichtspunkt ist ein hervorragender natürlicher Balkon mit Blick auf das El Golfo Tal. Zunächst sind die Ausläufer des Lorbeerwaldes zu sehen, der sich an den Felswänden hochstreckt . Die Felswände sind durch einen enormen Erdrutsch entstanden, wobei ein Teil der Insel ins Meer einstürzte. Das El Golfo Tal ist das Ergebnis eines Einsturzes. Die exzessive Höhe der Insel provozierte eine Instabilität, die einen gigantischen Zusammenbruch auslöste. So entstanden die riesigen Felsklippen, die an einigen Stellen praktisch vertikal sind, wie z. B. die Tibataje Klippen, die im Meer bei den Salmor Felsen enden.

Linker Hand ist eine weniger steile Zone zu sehen. Dort liegt der Vulkan Tanganasoga, der durch seinen Ausbruch dazu beitrug, den Kessel aufzufüllen der beim Erdrutsch enstand, und somit die untere Zone des El Golfo Tales bildete.

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Baumheide - Brezo de la Llanía

Diese Baumheide ist ein Beispiel für die wichtige Rolle die hier der horizontale Regen spielt. Das Wasser wird dem Nebel entzogen, der durch die Passatwinde in diese Gegenden eindringt. Dieses Phänomen kann am Garoé Baum beobachtet werden. Die Äste und die Blätter dieser Baumheide kondensieren die herabfallenden Nebeltropfen. Der Beton auf dem Boden verhindert, dass sich das Wasser in den Untergrund filtert und ermöglicht, dass es in einen Tank fliesst der sich am Fusse des Baumes befindet.

Dieses auf geschickter Weise gewonnene Wasser nährt den La Llanía Brunnen. Es ist der Start- und Endpunkt dieser Route die durch den nördlichen Rand der Hochebene von Nisdafe führt. Trotz seines kleinen Ausmasses nährt der Baum das ganze Jahr über den Nueva Fuente Brunnen bei La Llanía. So sehr, dass sogar einige Einwohner von dort das Wasser mit Karaffen nach Hause bringen.

Nachhaltigkeit
Sostenibilidad
- Lassen Sie niemals irgendwelchen Müll in der Umgebung zurück, auch keine Zigarettenstummel. Essensreste tragen zur Vermehrung von Nagetieren und verwilderten Katzen bei, die eine ernsthafte Bedrohung für die heimische Tierwelt darstellen.
- Respektieren Sie die Tiere, belästigen Sie sie nicht und füttern Sie sie nicht. Wenn Sie ein verletztes Tier sehen, können Sie dies unter der Notrufnummer 112 melden. Reißen Sie keine Blumen oder Pflanzen aus.
- Heben Sie keine Steine oder andere Elemente aus der Natur auf und nehmen Sie sie nicht mit. Verändern Sie sie auch nicht, indem Sie sie zu den berüchtigten „Steinmännchen“ aufstapeln.
- Beachten Sie die Beschilderung an den Wegen. Sich abseits der angelegten Wege zu bewegen, schadet der Umwelt und kann auch für Sie und Ihre Begleiter gefährlich werden.
- Es ist sicherer, Ihr Haustier an der Leine zu führen.
- Versuchen Sie, die Ruhe der Umgebung nicht durch übermäßigen Lärm zu stören (laute Musik, Geschrei ...).
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