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Néstor und der kanarische Modernismus

Der wichtigste europäische Künstler der der symbolistischen und modernistischen Malerei

Néstor Martín-Fernández de la Torre, Néstor für Kunstliebhaber, ist einer der wichtigsten Vertreter der symbolistischen und modernistischen Malerei. Als Künstler versuchte er immer die unglaubliche Schönheit der Natur der Kanarischen Inseln darzustellen, und seine Arbeit wird als eine Hommage an den Charakter der Kanaren und deren Traditionen empfunden. Viele Kunstexperten sind der Ansicht, dass sein Werk grundlegend ist, um die europäischen Kunstbewegungen des frühen 20. Jahrhunderts zu verstehen.

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Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass viele Menschen, die auf die Kanaren reisen, auch sein Werk kennenlernen möchten. Seine besondere Vision der Welt und die Hommage an das Licht und die Natur der Inseln besitzen einen großen künstlerischen Wert.


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Néstor Martín-Fernández de la Torre wurde 1887 in Las Palmas de Gran Canaria geboren. Schon bald fiel er durch sein künstlerisches Talent auf und er suchte in neuen Umgebungen nach neuen Inspirationen: Madrid, Brüssel, London und schließlich Paris waren die Städte, in denen er das Aufblühen der Art-Nouveau erlebte. Er richtete sich dort sein Atelier ein, und in diesen Städten entwickelte er sich zu einem weltbekannten Künstler. Er stellte in den besten Galerien in Europa und Lateinamerika aus, und er erhielt wichtige Auszeichnungen für seine Werke.

Anfang der 1930er Jahre kam Néstor nach Gran Canaria zurück und arbeitete dort in seinem Atelier. So kehrte er zu seinen künstlerischen und sentimentalen Wurzeln zurück. Zu dieser Zeit begann er sein größtes Werk, das er nicht mehr zu Ende bringen sollte: Poema de los Elementos.

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Néstors Werk ist plastisch vom Symbolismus inspiriert und nährt sich von ihm, um die eigenartigsten Universen in der Epoche des Künstlers zu schaffen. Es geht von einer lokalen Realität aus, um eine künstlerische Globalität zu erreichen, die bis zurück auf die legendären Ursprünge der Insel reicht. In seinem Werk ist kein Platz für Klischees, Lokalismen und banale Folklorismen. Hingegen ist es voller Mythologie und Neuinterpretationen der Klassiker.

Sein Werk auf den Kanarischen Inseln

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Das Kanarische Dorf (Pueblo Canario) ist das große Universum von Néstor Martín-Fernández de la Torre, ein Ort, an dem er deutlich den großen Einfluss der Kanarischen Inseln auf sein künstlerisches Schaffen widerspiegelt. Das Projekt entstand mit der Absicht, die kanarische Kultur den Besuchern näher zu bringen, und Néstor hat es als eine Gesamtheit geschaffen. Obwohl er nie sehen konnte, wie sein Werk beendet wurde, hat man sich bei der Fertigstellung so genau wie möglich an seine Skizzen und Vorgaben gehalten. Es handelt sich um einen großen architektonischen Komplex voller Gebäude, die von den traditionellen kanarischen Bauten inspiriert sind. Hier kann der Besucher die kulturellen Werte der Insel in aller Tiefe erfassen.

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Innerhalb des architektonischen Komplexes Pueblo Canario befindet sich diese Pinakothek im „neokanarischen“ Stil aus dem Jahr 1956, die den größten Teil seiner Werke beherbergt. In 12 Sälen werden Zeitausstellungen und eine Dauerausstellung mit seinen wichtigsten Arbeiten gezeigt: Epitalamio, El Niño Arquero und die beiden Sammlungen, aus denen sich Poema de los Elementos zusammensetzt. Außerdem bietet das Museum Führungen an, bei denen man das Werk des Künstlers in allen Details kennenlernen kann.

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Dieses Theater ist eine der besten Möglichkeiten, um die Vielfalt des Werkes von Néstor zu kennenzulernen. Nach einem Brand im Jahr 1918 beauftragte der Architekt Miguel Martín-Fernández de la Torre, der Bruder des Künstlers, diesen mit der Dekoration des neuen Gebäudes. Er entwarf den Vorhang, die Glasfenster im Parkett, die Bühne und viele Fresken, die überall im Gebäude zu finden sind. Eine besondere Erwähnung verdient der Salon Saint-Saëns, in dem der Künstler überall seine Spur hinterlassen hat, in Form von Randverzierungen, Glasfenstern, Lampen und kleinen Holzfiguren.