La Gomera: Insel der Legenden

La Gomera und ihre wilde Natur inmitten jahrtausendalter Nebelwälder und Wanderwege voller Magie verleihen unserer Fantasie Flügel ohne Grenzen.

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Jahrtausendalte Geschichte haben auf den Wegen und Pfaden der Insel La Gomera Legenden hinterlassen, in denen es um Wälder und Hexen geht, aber auch um verbotene Liebe, die in der Ewigkeit erhalten geblieben sind, um Dämonen, die den Wanderer herausfordern, es geht aber auch um Lichter, die ihn blenden und Brunnen, die Wünsche erfüllen. Über eine Insel von unberührter Natur zu wandern, in Nebel gehüllt, während wir den Lorbeerwald aus dem Tertiär im Nationalpark Garajonay (Weltnaturerbe der UNESCO) bewundern und zudem von seinen Bergen aus den Ozean erblicken, belebt ohne jeden Zweifel unsere Phantasie und die Vorstellung, dass das Irreale Wirklichkeit wird. Geschichten die am Lagerfeuer erzählt werden, nach einem spannenden und emotionsgeladenen Wandertag. Denn La Gomera verfügt über mehr als 650 Kilometer ausgeschilderter Wege, ist ein von der UNESCO geschütztes Biosphärenreservat mit 17 Naturschutzgebieten und uralten Traditionen wie dem Silbo Gomero, der von der UNESCO zum immateriellen Weltkulturerbe erklärten Pfeifsprache. Lassen Sie sich diese Orte nicht entgehen, um zu spüren, dass hier alles möglich ist.


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Auf einigen der Wege, die am Roque de Agando – Teil des Naturdenkmals Los Roques in San Sebastián de La Gomera – beginnen, wird einem bewusst, warum diese Giganten jahrhundertelang als versteinertes Liebespaar galten, die es vorgezogen so erstarrt zu bleiben, als darauf zu verzichten, zusammen zu sein. Vielleicht wird die Ewigkeit großzügig mit ihnen sein und ihnen eines Tages erlauben, zusammen zu finden ... Bis dahin betrachten und behüten sie sich gegenseitig. Bei diesen Formationen handelt es sich um Vulkanschlote, die durch die Erosion geformt wurden und einen tiefen Eindruck hinterlassen, wenn man sie in der Stille dort stehen sieht, inmitten eines Lorbeerwalds. Dieses Naturdenkmal besteht aus dem Roque de Agando und seinen drei Begleitern: La Zarzita, Ojila und Carmona. 

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Von der Legende, die diesem Park ihren Namen gibt, gibt es unzählige Versionen, wie alle schönen, unvergesslichen Geschichten. „Gara und Jonay waren sicherlich Mitglieder ein und desselben Stammes der Ureinwohner von La Gomera und deshalb war es ihnen verboten sich zu verlieben. Aber was kann der Liebe im Weg stehen?“, so Juan Carlos Hernández, Spezialist für Kulturerbe von La Gomera. Angesichts der vorhersehbaren Strafe flüchteten sie auf den Alto de Garajonay, ein Heiligtum, auf dem Opfergaben durchgeführt wurden, um die Gunst der Götter zu erbitten. Sie wurden jedoch verfolgt und als sie sich umzingelt sahen, blieb ihnen nichts anderes übrig, als Selbstmord zu begehen. Sie stürzten sich aus 1.487 Metern, dem höchsten Gipfel von La Gomera, in die Tiefe. Der Park befindet sich auf der zentralen Hochebene der Insel und erstreckt sich über die Gemeindegebiete von Vallehermoso, Agulo, Valle Gran Rey, San Sebastián de La Gomera, Alajeró und Hermigua.  

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Aus der von Ureinwohnern und Kolonialherren geprägten Vergangenheit von La Gomera, ist die Gestalt des Hirguan bis in unsere Zeit überliefert worden. Eine Art Teufel, halb Ziegenbock, halb Mensch, ist auf den Wanderwegen von La Gomera zu Hause. An der Playa de Santiago, im Gemeindegebiet Alajeró, gibt es einen Weg, der bis zur Küste hinunterführt, namens El perro negro (Der schwarze Hund). Andere Orte, an denen er nach mündlicher Überlieferung gesehen worden zu sein scheint, befinden sich in der Nähe der Lourdes-Kapelle in Hermigua. Die ersten europäischen Chroniken reden von der Inkarnation des Bösen, die auf den Anhöhen der Insel das Vieh stahl und Männer, Frauen und Kinder verscheuchte.

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Der Weg Vallehermoso-Chorros de Espina, innerhalb des Nationalparks Garajonay hütet ein Geheimnis, das nur jene kennen, die aus dem Brunnen der sieben Läufe getrunken haben. Inmitten des gurgelnden Wassers und des Rauschens der Passatwinde während sie das Blätterdach zerzausen, scheint das alte Sprichwort der Gomeros zu ertönen: „Trinkst du aus den sieben Läufen, steht die Hochzeit kurz bevor.“ Gemäß der alten Tradition müssen die Frauen, von links gesehen, aus den Läufen der geraden Zahl trinken und die Männer aus den ungeraden. Und nur die Frauen, die sich in Hexen verwandeln wollen, müssen aus den Läufen der Männer trinken. Es lohnt sich, die App Info La Gomera zu downloaden, um diesen und andere der insgesamt 650 Kilometer ausgeschilderter Wanderwege einzusehen. 

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Die Laguna Grande ist ein Ort, der sich von allen anderen des Nationalparks Garajonay unterscheidet, da es sich um eine endorheische (abflusslose) Lagune handelt, in der keine Bäume wachsen. Daher war sie stets sagenumwoben, obwohl, wenn man die Gomeros nach ihr fragt, schweigen sie erst, um im Anschluss ihren großen Respekt vor der Lagune zu bekennen. Im Herzen des Nationalparks gelegen, formen vierzehn Steine einen perfekten Kreis, in dem ein weiterer Block die Mitte markiert. Er ist die einzige Lichtung in diesem Wald aus dem Tertiär und es geht die Legende, dass sich dort die wichtigsten Hexen von La Gomera trafen.