Eine ökologische Insel: alles zum Nachhaltigkeitskonzept von La Gomera

Nachhaltiger Tourismus ist auf den Kanarischen Inseln ein konstantes Anliegen und La Gomera ist mit über 21.000 Einwohnern und einem wertvollen Naturerbe keine Ausnahme. Im Folgenden werden wir das nachhaltige Landwirtschafts- und Viehzuchtmodell näher beleuchten.

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La Gomera, von der UNESCO zum Biosphärereservat erklärt, gehört der Europäischen Charta für nachhaltigen Tourismus in Schutzgebieten (CETS) an, eine Initiative der EUROPARC Federation, deren Ziel es ist, in europäischen Naturschutzgebieten den nachhaltigen Tourismus zu fördern. „Diese Initiative wurde bereits vor zehn Jahren auf La Gomera eingeführt und ist sehr interessant, da sie einen Dialog zwischen den Behörden und dem privaten Sektor mit sich bringt, und dazu geführt hat, dass sie gemeinsam auf ein nachhaltiges Touristikmodell auf einer Insel hinarbeiten, die hervorragend erhalten ist und jährlich Tausende von Besuchern anzieht“, erklärt Jonay Izquierdo, Fremdenverkehrskaufmann und Experte auf dem Gebiet der lokalen, agrarökologischen Dynamisierung von La Gomera, zurzeit jedoch auf Teneriffa wohnhaft.

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Die Europäische Charta für Nachhaltigen Tourismus betrifft, so Izquierdo, Sektoren „vom Transport, über erneuerbare Energien bis hin zum Abfallmanagement, zum Schutz der Biodiversität und natürlich zur Landwirtschaft.“ Obwohl La Gomera noch lange noch kein Selbstversorger ist, „da die Insel bergig ist und über Jahre eine Berglandwirtschaft betrieben hat, die wenig Möglichkeiten zur Mechanisierung hat und relativ unerträglich ist“, so hat diese Aktivität in der letzten Zeit einen Aufschwung erlebt, unter anderem dank des blühenden Weinsektors und insbesondere dank der einheimischen Traubensorte Listán. „In den vergangenen Jahren haben verschiedene Initiativen den Anbau dieser Sorte gefördert, sodass es immer mehr Weinbaugebiete gibt, in denen die Bio-Traube einen wichtigen Stellenwert einnimmt“, erklärt Izquierdo, der die zunehmende Beliebtheit der kanarischen Weine sowohl bei Einheimischen wie bei Touristen hervorhebt, ein gutes Beispiel für die globale Tendenz hin zum Konsum von lokalen und Null-Kilometer-Produkten

La Gomera sticht ebenso für ihr Engagement in Hinblick auf die Permakultur hervor; ein System dessen landwirtschaftliches, soziales, politisches und wirtschaftliches Design auf den Mustern und Eigenschaften des natürlichen Ökosystems aufbaut und auf der Insel über diverse Projekte in diesem Bereich verfügt.

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La Gomera sticht ebenso für ihr Engagement in Hinblick auf die Permakultur hervor; ein System dessen landwirtschaftliches, soziales, politisches und wirtschaftliches Design auf den Mustern und Eigenschaften des natürlichen Ökosystems aufbaut und auf der Insel über diverse Projekte in diesem Bereich verfügt. Das bedeutendste ist das der Finca Alexandria, ein auf 800 Metern über dem Meeresspiegel terrassenförmig angelegtes, 2,5 Hektar großes Gelände, auf dem zur Erhaltung und Wiederanpflanzung sowie zur Förderung von lokalen Getreide- und Gemüsesorten, Windschutzpflanzen, Obstbüschen, Futterpflanzen für die Tiere und traditionelle kanarische Heilkräuter gearbeitet wird. All dies dank der Volontärarbeit von Menschen, die jedes Jahr aus aller Welt nach La Gomera reisen, um ihre wilde Landschaft, ihre malerischen Dörfer und ihre fantastischen Strände zu genießen.

Der Experte unterstreicht das horizontale Engagement auf La Gomera, sowohl seitens des öffentlichen wie des privaten Bereichs, in Hinblick auf die Konsolidierung eines nachhaltigen Landwirtschaftsmodell, dass zudem das Naturerbe dieser Insel schützt, die durch ihre atemberaubenden Landschaften und ihr herrliches Klima rund ums Jahr besticht.

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Im Panorama der Landwirtschaft auf La Gomera ist aus der Ökokultur die Imkerei nicht wegzudenken, ein wesentlicher Pfeiler der Insel, die in Maybeez einen ihrer Hauptvertreter findet. Diese Firma der organischen Agrarkosmetik ist ein gutes Beispiel, wenn auch bei Weitem nicht das einzige, für einen neuen Trend, der sich auf der Insel konsolidiert hat: die Rückverbindung zur Natur und Biokultur auf allen Ebenen. Was die Viehzucht betrifft, so stehen Ziegen und Schafe auf La Gomera an erster Stelle, denn aus ihrer Milch wird der beliebte Gomera-Käse erzeugt. Der Anteil an Rindern in Stallhaltung ist jedoch nicht ausreichend, um die gesamte Bevölkerung zu versorgen.

Laut Izquierdo sind auf La Gomera große Fortschritte zu verzeichnen, die größtenteils „der Präsenz eines neoländlichen Unternehmertypen zu verdanken sind, der von dem paradiesischen Bild einer exotischen und doch europäischen Insel angezogen wird, die sehr gut erhalten, gar nicht zerstört ist und ein großes Potenzial für jedes Projekt besitzt, das auf Ökologie und Rückverbindung zur Natur setzt.“ Der Experte unterstreicht das horizontale Engagement auf La Gomera, sowohl seitens des öffentlichen wie des privaten Bereichs, in Hinblick auf die Konsolidierung eines nachhaltigen Landwirtschaftsmodell, dass zudem das Naturerbe dieser Insel schützt, die durch ihre atemberaubenden Landschaften und ihr herrliches Klima rund ums Jahr besticht.