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El Silbo Gomero

Silbo Gomero, die Pfeifsprache auf La Gomera

Die Pfeifsprache Silbo Gomero blickt auf tausende von Jahren Geschichte zurück. Die einzige, auch heute noch lebendige Pfeifsprache hat bis heute überlebt, da sie sich an die neuen Zeiten angepasst hat. Dennoch hat sich ihre Hauptfunktion, nämlich über Distanzen von Kilometern über Hindernisse wie die Berge und die Schluchten von La Gomera Nachrichten zu senden und zu empfangen, in all diesen Jahren nicht geändert.

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Über die Jahrhunderte wurde diese Pfeifsprache von Generation zu Generation überliefert, denn sie war ein weiteres Werkzeug für die Arbeit auf dem Land. Glücklicherweise ist sie seit 1999 Pflichtfach in den Schulen von La Gomera und Wahlfach auf den anderen Inseln der Kanaren, was dazu geführt hat, das in der heutigen Zeit 22.000 Personen korrekt pfeifen können.

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Die Sprache wurde von den ersten Siedlern der Kanarischen Inseln entwickelt, den Guanches, und sie wurde auch auf anderen Inseln wie El Hierro, Tenerife und Gran Canaria benutzt. La Gomera ist jedoch die einzige Insel, auf der sie erhalten blieb, und wo immer mehr Pfeifer hinzukommen. 

Diese Sprache hat tausende von Jahren überlebt, sie existiert seit der Zeit der ersten Siedler. Sie hat überlebt, weil sie sich weiterentwickelt hat. Ursprünglich gab man mit dem Pfeifen die Sprache der Guanches wieder, die kanarische berberische Sprache, aber heute gibt sie das Spanisch wieder, das auf den Kanarischen Inseln gesprochen wird. Man sagt, dass sie jede andere Sprache der Welt wiedergeben kann. 

Silbo Gomero ist eine Sprache, mit der man große Distanzen überwindet. Es ist tatsächlich so, dass man ein Pfeifen viel weiter weg hören kann als einen Schrei. Es ist der lauteste Ton, den der menschliche Körper hervorbringen kann. Silbo ist deshalb eine eher öffentliche als private Sprache, da man das Pfeifen mehrere Kilometer weg noch hören kann. Deshalb kommt die Nachricht nicht nur bei einer einzigen Person an. So kann jeder, der die Sprache kennt, die Nachricht verstehen, auch wenn er nicht der Empfänger ist. 

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Silbo ist deshalb eine eher öffentliche als private Sprache, da man das Pfeifen mehrere Kilometer weg noch hören kann. Deshalb kommt die Nachricht nicht nur bei einer einzigen Person an. So kann jeder, der die Sprache kennt, die Nachricht verstehen, auch wenn er nicht der Empfänger ist. 

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Da es sich um die einzige voll entwickelte und von einer großen Gemeinschaft verwendete Pfeifsprache der Welt handelt, wurde der Silbo Gomero 2009 von der Unesco zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt. Gründe, die diese Kandidatur unterstützt haben, waren unter anderem der kulturelle Wert der Sprache, die Bemühungen der Inselbewohner, sie lebendig zu erhalten und ihr großer Nutzen als Kommunikationssystem. 

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Silbo ist eine artikulierte Sprache, die sechs Töne verwendet, zwei für Vokale und vier für Konsonanten. So können mehr als 4.000 Wörter gebildet und eine unbegrenzte Anzahl von Botschaften übermittelt werden. Die Kommunikation findet in kurzen Sätzen statt, und es werden so viel Fragen und Antworten ausgetauscht, wie es notwendig ist, bis man die Nachricht gut verstanden hat. 

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Der Silbo Gomero ist eines der wichtigsten Elemente der kanarischen Kultur und vor allem der Kultur von La Gomera. Auf dieser Insel ist es normal, dass auf traditionellen Festen, sowohl auf Volksfesten als auch auf religiösen Feiern, Vorführungen in Silbo stattfinden.