Die Kanarischen Inseln gelten weltweit als Referenz in Sachen Biodiversität. Auf dem Archipel wurden rund 400 Vogelarten identifiziert, von denen neun endemisch sind, was bedeutet, dass sie nirgendwo sonst auf der Welt in freier Wildbahn zu finden sind. Die Inseln haben große Entdecker und Naturforscher wie Alexander von Humboldt angezogen, der von ihrem natürlichen Reichtum beeindruckt war.
Ein unglaublich vielfältiger Lebensraum
Das privilegierte Klima, die einzigartige Orografie und die strategische Lage der Kanarischen Inseln haben zu einer außergewöhnlichen Vielfalt an Lebensräumen geführt: wüstenartige Dünen auf Fuerteventura, üppige subtropische Lorbeerwälder auf La Gomera, Vulkanlandschaften auf Lanzarote und Hochgebirgslandschaften im Teide-Nationalpark auf Tenerife.
Nationalparks, Naturschutzgebiete, Monumente und verschiedenste Landschaften bilden ein Mosaik aus einzigartigen Ökosystemen, das von Lorbeerwäldern und Hochgebirgskiefernwäldern bis hin zu trockenen Vulkanlandschaften und zerklüfteten Steilküsten reicht. Jede dieser Umgebungen beherbergt Vogelarten, die perfekt an die jeweiligen Bedingungen angepasst sind, was die Kanarischen Inseln zu einem außergewöhnlichen Habitat macht.
Vogelbeobachtung das ganze Jahr über
Las Islas Canarias son un paraíso para los amantes de la observación de aves, con la posibilidad de disfrutar de esta actividad los 365 días del año. Cada estación trae consigo una nueva oportunidad para descubrir diferentes especies.
Die Kanarischen Inseln sind ein Paradies für Vogelliebhaber, denn hier können sie ihr Hobby an 365 Tagen im Jahr genießen. Jede Jahreszeit bietet neue Möglichkeiten, verschiedene Arten zu sehen:
Winter
Mit den Regenfällen zum Ende des Winters erwachen die weißen Dünen von Lanzarote und Fuerteventura zu neuem Leben. Saharakragentrappen, Kanarenschmätzer, Rennvögel, Wüstengimpel und andere Wüstenvögel beginnen mit ihren Balzritualen.
Frühling
Zu Beginn des Frühlings hört man in den hoch gelegenen Wäldern der bergigsten Inseln den Gesang von Kanarenzilpzalps, Kanarenbuchfinken, Wintergoldhähnchen und Teneriffa-Rotkehlchen.
Im späten Frühling begleiten dann Buntspechte, Kanarenmeisen, Teydefinken und Gran-Canaria-Finken ihre Jungvögel bei ihren ersten Flügen durch die Kiefernwälder in den Bergen von Tenerife und Gran Canaria.
Sommer
Im Sommer kann man über dem Meer pelagische Seevögel beobachten. Bulwer-Sturmvögel, Corysturmtaucher und Barolo-Sturmtaucher fallen während der Bootsfahrten zu den Inseln El Hierro, La Gomera und La Palma besonders auf.
Herbst
Viele Zugvögel aus dem hohen Norden machen auf dem Archipel Halt und nutzen die Inseln als Rastplatz, bevor sie ihre lange Reise nach Äquatorialafrika, in den Südatlantik oder in die Gewässer der Antarktis fortsetzen. Seeregenpfeifer, Pfuhlschnepfen, Alpenstrandläufer, Enten und andere Wasservögel sind in den Küstengebieten aller Inseln weit verbreitet.
Die neun endemischen Vogelarten der Kanarischen Inseln
Der Archipel beherbergt neun endemische Vogelarten, die sich über Jahrtausende hinweg entwickelt haben, um sich an die Lebensbedingungen auf dem Archipel anzupassen, und die sich dadurch von ihren Vorfahren unterscheiden.
Mit den anderen makaronesischen Archipelen (Azoren, Madeira, Ilhas Selvagens und Kap Verde) teilen wir drei Landvogelarten und eine Meeresvogelart, den Barolo-Sturmtaucher (Puffinus baroli). Darüber hinaus wurden mehr als zwanzig einzigartige Unterarten der Kanarischen Inseln beschrieben.
Sie alle sind geflügelte Juwelen, die man nur in diesem Teil des Atlantiks bewundern kann.
Endemische Vogelarten der Kanarischen Inseln
- Lorbeertaube (Columba bolli)
- Kanarentaube (Columba junoniae)
- Teneriffa-Rotkehlchen (Erithacus superbus)
- Gran-Canaria-Rotkehlchen (Erithacus rubecula marionae)
- Kanarenschmätzer (Saxicola dacotiae)
- Kanarenzilpzalp (Phylloscopus canariensis)
- Kanarenbuchfink (Fringilla canariensis)
- Teydefink (Fringilla teydea)
- Gran-Canaria-Fink (Fringilla polatzeki)
400 beobachtete Vogelarten
Die strategisch günstige Lage der Kanarischen Inseln auf halbem Weg zwischen den tropischen und gemäßigten Zonen der Erde, der Einfluss der Meeresströmung der Kanaren und die Nähe zur Sahara haben die Ansiedlung von rund vierhundert Vogelarten begünstigt.
Jedes Jahr machen mehr als hundert Zugvögel auf den Inseln Halt, um sich während ihrer langen Reisen zwischen den kalten nördlichen Ländern und dem tropischen Afrika auszuruhen oder zu fressen. Andere, wie beispielsweise Seevögel, nutzen die Küsten des Archipels als Orientierungspunkt auf ihren langen Ozeanüberquerungen.
Außerdem kommt es vor, dass bei Ostwind oder nach Regentagen „seltene Vögel” aus Amerika, dem südlichen Sahara-Gebiet und in geringerem Maße auch aus Asien hier eintreffen.
Ein ausgedehntes Netz an Naturräumen
Die Kanarischen Inseln bilden eins der größten und vielfältigsten Netzwerke an Naturschutzgebieten in Europa. Diese Gebiete sollen eine Region mit außergewöhnlichem Naturreichtum schützen. Zu diesem Netzwerk kommt die internationale Anerkennung durch die UNESCO, die auf dem Archipel sieben Biosphärenreservate ausgewiesen hat: Lanzarote, Fuerteventura, La Palma, La Gomera, El Hierro, der Südwesten von Gran Canaria und Anaga auf Tenerife. Diese Auszeichnungen spiegeln das Engagement der Inseln für den Naturschutz und die nachhaltige Entwicklung ihrer Gemeinden wider.
Die Vogelbeobachtung in diesen Gebieten ist eine Einladung, die natürliche Seele der Inseln zu entdecken. Ausgeschilderte Wanderwege, Aussichtspunkte und Informationszentren ermöglichen es, die Landschaften und die Ruhe dieser Umgebungen, in denen die Zeit still zu stehen scheint, auf nachhaltige und respektvolle Weise zu genießen. Die Kanarischen Inseln sind ein echtes Paradies für Natur und Leben, in dem man überall eine Verbindung zur Erde spüren kann.
Ein umfangreiches Angebot an hochwertigen Serviceleistungen
Die Kanarischen Inseln haben ein großartiges Angebot an Serviceleistungen rund um Ökotourismus und Vogelbeobachtung – ideal für alle, die die Natur auf authentische und nachhaltige Weise genießen wollen. Mit einer Vielzahl von Optionen, von geführten Touren mit lokalen Experten bis hin zu Ökotourismus-Aktivitäten, können Besucher die schönsten Ecken des Archipels auf umweltfreundliche Weise erkunden.
Die Angebote reichen von Informationszentren, die detaillierte Infos über die Tier- und Pflanzenwelt der Kanaren bieten, bis hin zu ökologischen Unterkünften, die einen direkten Kontakt zur Natur ermöglichen. Bei den Aktivitäten ist für jeden Geschmack etwas dabei: Auf Wanderungen, bei der Vogelbeobachtung oder beim Fotografieren kann man die Artenvielfalt der Inseln am besten genießen.
Diese vielfältigen Möglichkeiten machen die Kanarischen Inseln zu einem bevorzugten Reiseziel für Liebhaber des Ökotourismus und der Vogelbeobachtung und bieten Premium-Erlebnisse in einer sicheren Umgebung.
Reiseziel von großen Reisenden
Seit dem 18. Jahrhundert ziehen die Kanarischen Inseln zahlreiche Reisende und Naturforscher an, die von der erstaunlichen Artenvielfalt des Archipels fasziniert sind. Persönlichkeiten wie Alexander von Humboldt, Sabino Berthelot, Philip Barker-Webb, Richard F. Burton und Erwin H. Jacoby erforschten die Berge, Wälder und Küsten und hinterließen wertvolle Zeugnisse über den natürlichen Reichtum der Inseln.
Das Vorhandensein endemischer Arten wie Teide- und Gran-Canaria-Finken, Lorbeertauben oder Kanarienschmätzer war zweifellos eine der größten Attraktionen für diese Entdecker. Auch heute noch ist die Inselgruppe ein ideales Reiseziel für alle, die auf den Spuren der ersten Reisenden die Kanaren besuchen, die ihre Neugier in Wissen und Bewunderung für dieses Paradies im Atlantik verwandelt haben.