Natur pur

Einer der größten Schätze der Kanarischen Inseln ist ihre Naturwildnis und Biodiversität. Vulkane, jahrtausendealte Wälder, tiefe Schluchten, beeindruckende Steilküsten, paradiesische Strände, ein Ozean voller Leben und der klare Himmel bilden zusammen ein außergewöhnliches Ökosystem mit einer einzigartigen Flora und Fauna. Die reiche Biodiversität mit endemischen Arten und die landschaftliche Schönheit machen das kanarische Archipel zu einem der vortrefflichsten Naturschauspiele der Erde.

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Natur pur auf den Kanarischen Inseln
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Vista aérea de la Caldera Blanca en Lanzarote, un amplio cráter volcánico rodeado de paisaje árido.
Vista aérea de la Caldera Blanca en Lanzarote, un amplio cráter volcánico rodeado de paisaje árido.
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Die Schlucht Las Peñitas auf Fuerteventura mit Felsen, Palmen und kleinem Pool inmitten karger Landschaft.
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Natur für die Sinne

Auf den Kanarischen Inseln fühlt man die Verbindung mit einer pulsierenden Natur. Die Frische der Lorbeerwälder, die ständige Brise der Passatwinde und das besondere Licht mit 3.000 Sonnenstunden im Jahr begleiten all jene, die sich aufmachen, um die Landschaften der acht Inseln des Archipels zu erkunden. Hier warten unvergessliche Erlebnisse, wenn man Gegenden erforscht, die aus einer anderen Welt zu stammen scheinen, die überwältigende Präsenz von Vulkanen und Lavaformationen im Körper spürt oder der Blick hoch über ein Wolkenmeer schweift. Erfahrungen erhalten erst Bedeutung, wenn man sie selbst macht.

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Inseln der Kontraste

Der vulkanische Ursprung des Archipels verleiht ihm eine ganz eigene Persönlichkeit, die durch deutliche Kontraste auf jeder einzelnen Insel und auch zwischen den Inseln sichtbar wird. Von den flachen, kaum bewachsenen Landschaften der östlichen Inseln, die mit Vulkanen und Lavaströmen übersät sind, bis hin zu den üppigen, tiefgrünen Wäldern der westlichen und zentralen Inseln. Auf letzteren gibt es hohe Gipfel und tiefe Schluchten, die innerhalb weniger Kilometer in riesige Dünenlandschaften, beeindruckende Klippen und Sandstrände verschiedener Farben übergehen.

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Vulkanlandschaften

Die Kanarischen Inseln sind ein weltweiter Referenzpunkt zur Erforschung der Lebenszyklen von Vulkanen – ein echtes Naturlabor. Krater, Kegel, Lavaströme, Kessel, Felsen und Meere aus Vulkangestein zeichnen ehrfurchtgebietende Landschaften. Ein herausragendes Beispiel dafür ist der Nationalpark Timanfaya auf Lanzarote, der deutlich die Macht der Naturgewalten vorführt. Es ist eine weitläufige Landschaft, die durch jüngste Vulkanausbrüche geprägt ist und in der Lavafelder und Vulkane zusammen eine spektakuläre Landschaft bilden. Hier erlebt man vor allem Stille und eine Farbpalette, die von Rot über Braun und Ocker bis hin zu Schwarz reicht.

Las Cañadas im Nationalpark Teide auf Tenerife bilden einen riesigen, mehrere Kilometer großen Vulkankrater, der von Felsformationen umgeben ist, die wie natürliche Skulpturen aussehen. Und der höchste Gipfel Spaniens ist der landschaftliche Schirmherr. Bei Sonnenauf- und -untergang fällt der Schatten des Teide auf den Atlantik. Es ist der weltweit größte Schatten auf dem Meer und ein einzigartiges Schauspiel.

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Prähistorische Wälder mit Wolkenmeer

Die atlantischen Lorbeerwälder wie die im Nationalpark Garajonay auf La Gomera, Los Tilos auf La Palma oder Anaga auf Tenerife sind gewissermaßen lebende Fossilien, denn es sind Relikte subtropischer Wälder, die vor Millionen von Jahren einen Großteil Europas und Nordafrikas bedeckten. Diese Ökosysteme sind wahre Juwelen des Naturerbes des Archipels. Diese Wälder fanden hier Zuflucht und beherbergen eine einzigartige Vielfalt von Arten, die es ausschließlich hier gibt.

Diese Vegetation findet ihren Lebensraum an den Nordhängen der höheren Inseln, wo sich der Nebel der Passatwinde niederschlägt und das berühmte Wolkenmeer bildet. Dieses klimatische Phänomen sorgt für den sogenannten „horizontalen Regen“, der wesentlich ist, um den Lorbeerwäldern die notwendige Feuchtigkeit zuzuführen und die darin lebenden Arten zu erhalten.

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Strände, natürliche Pools und Dünenfelder

Die insgesamt 1.583 Kilometer lange Küstenlinie der Kanarischen Inseln stellen ein abwechslungsreiches Litoral dar, in dem ruhige Badestellen, weitläufige Strände und von der Kraft des Atlantiks geformte Landschaften nebeneinander existieren. Die Farbe des Sandes an den Stränden des Archipels variiert je nach Insel und Lage von weiß und goldfarben bis hin zu dunkleren Farbtönen und sogar rötlichen Nuancen bei Stränden vulkanischen Ursprungs. Und wer sich noch wildere Landschaftskulissen wünscht, kann sich zum Beispiel am Strand Cofete auf Fuerteventura von seiner Größe, seiner Abgeschiedenheit und seiner imposanten Lage am Meer beeindrucken lassen. Oder die Dünenfelder von Corralejo auf der gleichen Insel besuchen, wo mehrere Sanderhebungen ein ganzes Dünensystem bilden und im Zusammentreffen mit dem Meer eine faszinierende Landschaft bilden.

Neben den Stränden gibt es auf den Kanarischen Inseln vorzügliche Badestellen mit natürlichen Pools, die entstanden, als Lava in den Ozean stürzte, dabei erstarrte und vor den Wellen geschützte Stellen schuf. 

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Naturgebiete zum Entdecken

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Eine Gruppe wandert in einer ausladenden Naturlandschaft durch karges Gelände auf einen Berg zu.
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Unterm Sternenhimmel

Der Archipel der Kanarischen Inseln gilt als einer der drei besten Orte der Welt für astronomische Beobachtungen. Die klimatischen Bedingungen begünstigen einen klaren Himmel, der als der sauberste und transparenteste Europas gilt und zudem durch das spanische Gesetz „Ley del Cielo“, das die Licht- und Umweltverschmutzung reguliert, geschützt wird.

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Diese privilegierten Bedingungen machen die Sternbeobachtung auf den Kanarischen Inseln ganz unkompliziert: Man muss einfach nur zum Firmament nach oben schauen. Nach Sonnenuntergang kann man mit bloßem Auge Sternbilder, Planeten und Sternschnuppen wie die Perseiden oder die Lyriden erkennen. Die Höhe, die atmosphärische Stabilität und der klare Himmel des Archipels schaffen an den zahlreichen Aussichtspunkten aller Inseln außergewöhnliche Bedingungen für astronomische Beobachtungen.

Vier davon verfügen über Starlight-Zertifizierungen, die sie zu Top-Reisezielen des Astrotourismus machen. Hinzu kommen zwei internationale Observatorien auf den Gipfeln von La Palma und Tenerife: das astrophysikalische Observatorium Roque de los Muchachos auf 2.426 Metern und das Teide-Observatorium auf 2.390 Metern. Beide Orte eignen sich hervorragend für astronomische Beobachtungen und sind für die Öffentlichkeit zugänglich.

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Orte für die Sternenschau

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Zwei Personen in einer felsigen Landschaft benutzen unter dem nächtlichen Sternenhimmel ein Teleskop.
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Blühende Exemplare des Tajinaste rojo (endemischer Strauch am Teide) an den Hängen des Teide im Sonnenlicht.
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Ein ökologisches Universum will entdeckt werden

Die Kanarischen Inseln gelten wegen ihrer herausragenden Biodiversität als wahres „Naturlabor“. Auf ihnen sind über 17.000 Tierarten heimisch, viele davon sind endemisch. Lagarto gigante (geschützte endemische Eidechse der Kanarischen Inseln), murciélago orejudo (endemische Fledermaus mit 40 mm langen Ohren), musaraña canaria (endemische Spitzmaus der Kanarischen Inseln) und kleine Reptilien wie der perenquén de Boettger (endemisches Reptil der Kanarischen Inseln) sind Arten, die hier leben und nur auf dem Archipel vorkommen.

In den dazugehörigen Meeresgewässern leben das ganze Jahr über Wale: Große Tümmler, Grindwale und Schnabelwale schwimmen oft in Küstennähe, wo man sie relativ leicht beobachten kann. Darüber hinaus verfügt der Archipel über drei offizielle Meeresschutzgebiete: La Graciosa und kleine Inseln nördlich von Lanzarote, La Palma und El Hierro. Diese Schutzgebiete fördern die Erhaltung einzigartiger Meeresökosysteme und die Bestandserholung gefährdeter Arten.

Die Kanarischen Inseln sind zudem ein Paradies für Vogelbeobachter, die hier eine große Vielfalt endemischer Arten wie die paloma rabiche (Taube mit grauem Gefieder und roten Augen), den pinzón azul (endemischer Vogel der Kanarischen Inseln) und den mosquitero canario (kleiner Vogel mit fröhlichem Gesang) vorfinden, die von Ornithologie-Liebhabern sehr geschätzt werden. Die Flora weist eine außergewöhnliche Vielfalt auf: Bisher wurden über 2.000 Pflanzenarten identifiziert, von denen etwa 500 endemisch sind, was deutlich die Lebensraumdiversität auf den Inseln widerspiegelt.

Neben den Lorbeerwäldern in den feuchten, mittleren Bergregionen umfasst die Flora des Archipels auch emblematische Arten aus trockenen und windigen Umgebungen wie die sabinas (endemischer Strauch mit sehr kleinen, intensiv grünen Blättern) sowie Pflanzen, die in höheren Lagen heimisch sind, wie der tajinaste rojo (endemischer Strauch am Teide) oder die flor del Teide (kleine mehrjährige Pflanze, die zwischen den Teide-Felsen wächst). All diese Pflanzenarten tragen zum unverwechselbaren Charakter der kanarischen Landschaft bei. Mit Hilfe von fachkundigen lokalen Exkursionsführern kann dieser natürliche Reichtum von Flora und Fauna umweltgerecht auch aus allernächster Nähe erforscht werden.

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Ein unverzichtbares Reiseziel für Vogelbeobachter

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Eine Person mit Fernglas beobachtet Vögel bei Sonnenuntergang neben einem Geländewagen.
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Über 4.000 Kilometer Wanderwege zur Erkundung der Inseln

Die landschaftliche Vielfalt und Einzigartigkeit der Kanarischen Inseln lässt sich am besten aus nächster Nähe und in aller Ruhe genießen, Schritt für Schritt. Das ideale Klima und das ausgedehnte Netz an Wanderwegen auf jeder der acht Inseln macht dies zu einem einfachen Unterfangen: Auf dem Archipel gibt es mehr als 400 ausgeschilderte und nach ihrer Länge katalogisierte Wanderwege, sodass alle je nach persönlicher Kondition und Motivation die richtige Route für sich finden können. Es gibt kurze Spaziergänge durch üppige Wälder oder Pinienhaine, über Vulkane führende Pfade wie auch über 50 Kilometer lange, sportliche Strecken mit vielen Höhenunterschieden.

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Zwei Personen unter blauem Himmel, die auf einem Vulkanpfad im Nationalpark Timanfaya wandern.
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Aber Wandern auf den Kanarischen Inseln kann auch eine Möglichkeit sein, ihre besondere Identität und Kultur besser kennenzulernen. Viele Wanderwege führen durch Orte, an denen das kulturelle Erbe mehr als 2.000 Jahre Geschichte offenbart: von den Überresten der ersten Siedler im Kulturpark El Julan oder im Höhlensystem Cenobio de Valerón über symbolträchtige Orte wie Risco Caído und den Montañas Sagradas bis hin zu den hypnotisierenden Weinbergen von La Geria. Auf jeder Route tut sich eine neue Facette der Kanarischen Inseln auf.

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Nichts geht über die Kraft der Vulkane, um Energie zu tanken ;)
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Dos personas pasan junto a una sabina andando por un sendero volcánico frente al mar.
Dos personas pasan junto a una sabina andando por un sendero volcánico frente al mar.
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Erkunde die magischsten Wanderwege der Kanarischen Inseln

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Luftaufnahme eines Wanderwegs, der durch eine Vulkanlandschaft mit spärlicher Vegetation führt.