Die Kanarischen Inseln – das zweite Zuhause der olympischen Formel-Kite-Siegerin Ellie Aldridge

Als Kitefoil bei den Olympischen Spielen in Paris sein olympisches Debüt feierte, schrieb Ellie Aldridge (Poole, 1996) Sportgeschichte. Die britische Seglerin wurde zur ersten Olympiasiegerin der Klasse Formula Kite. Ein Erfolg, der auf intensivem Training, unzähligen Stunden auf dem Wasser und einem entscheidenden Trainingsort beruht: den Kanarischen Inseln, ihrem zweiten Zuhause.

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Olympiasiegerin Ellie Aldridge beim Training auf den Kanarischen Inseln | Formula Kite
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Das olympische Debüt des Kitefoil in Paris, bei dem die Athletinnen Geschwindigkeiten von bis zu 40 Knoten erreichten, bestätigte die rasante Entwicklung einer Sportart, die sich in etwas mehr als einem Jahrzehnt von einer aufstrebenden Klasse zu einer olympischen Disziplin entwickelt hat. 

„Teil der ersten olympischen Kitesurf-Wettkämpfe zu sein – des olympischen Debüts von Formula Kite – war unglaublich“, erklärt Aldridge. „Es war ein Privileg, diesen Sport zu vertreten. Darauf haben wir lange gewartet. Und zu gewinnen war einfach spektakulär.“ 

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Von Poole zu olympischem Gold 

 

Aldridge wurde in Poole an der Südküste Englands geboren. In unmittelbarer Nähe zum Meer aufgewachsen, begann sie schon früh mit dem Segeln. Im Laufe ihrer Karriere konzentrierte sie sich zunehmend auf den Hochleistungssegelsport und widmete sich ab 2018 dem Kitefoil – genau zu dem Zeitpunkt, als sich diese Disziplin im olympischen Programm etablierte. 

 

Ihr Aufstieg verlief schnell. 2023 wurde sie Formula-Kite-Europameisterin und gewann im selben Jahr Silber bei den Weltmeisterschaften – ein klarer Beweis dafür, dass sie zu den führenden Athletinnen der internationalen Szene gehört. 

 

Nach dem olympischen Gold im Jahr 2024 folgte der America’s Cup. Aldridge gehört zum britischen Team Athena Pathway, mit dem sie 2024 am Women’s America’s Cup teilnahm und mit dem sie sich bereits auf die nächste Ausgabe des traditionsreichen Wettbewerbs vorbereitet. Außerdem ist sie Mitglied des Emirates GBR Teams in der SailGP-Serie, einer der schnellsten und technologisch anspruchsvollsten Segelwettbewerbe der Welt. 

 

Hinter all diesen Erfolgen steht jedoch ein entscheidender Faktor: möglichst viele Trainingsstunden auf dem Wasser zu sammeln und unter optimalen Bedingungen trainieren zu können. Genau hier spielen die Kanarischen Inseln eine zentrale Rolle. 

 

Der Archipel hat sich zu einem der wichtigsten internationalen Trainingszentren für Windsportarten entwickelt. Jedes Jahr kommen Spitzensportlerinnen und -sportler aus aller Welt hierher. Auch Aldridge entdeckte die Inseln 2020 und nutzt sie seitdem regelmäßig als Trainingsbasis. 

 

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Ein entscheidender Trainingsort 

 

Während eines großen Teils des europäischen Winters ziehen internationale Seglerinnen und Segler auf die Kanarischen Inseln, um ihr Training fortzusetzen. Hier finden sie ideale Bedingungen, um regelmäßig zu trainieren und gemeinsam mit den besten Athleten der Szene auf dem Wasser zu sein. 

 

„Die Kanarischen Inseln sind ein fantastischer Ort – besonders für das Training im Winter“, sagt Aldridge. „Wir können hier trainieren, haben hervorragende Bedingungen und treffen gleichzeitig auf unsere größten Konkurrentinnen.“ 

 

Dieses wettbewerbsorientierte Umfeld ist einer der Gründe, warum viele Sportlerinnen und Sportler jedes Jahr zurückkehren. Das Training am gleichen Spot ermöglicht den direkten Leistungsvergleich und hebt das Niveau. 

 

Hinzu kommt das stabile Klima, das deutlich mehr Zeit auf dem Wasser ermöglicht. „Solche Wettersysteme und dieses Klima findet man im restlichen Europa kaum“, erklärt Aldridge. 

 

Zudem sind die Inseln von Europa aus schnell erreichbar. „Für uns bedeutet das: ohne weite Reisen das beste Klima – warme Bedingungen, Sonne und jeden Tag guter Wind.“ 

 

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Eine inspirierende Umgebung 

 

An vielen Stränden des Archipels gleiten bunte Kites mit hoher Geschwindigkeit über das Wasser – ein Anblick, der kaum jemanden unberührt lässt.  „Die Menschen am Strand sehen uns trainieren und denken wahrscheinlich: Das würde ich auch gern einmal ausprobieren“, sagt Aldridge. 

 

Vielleicht ist das der Grund, warum Ellie Aldridge die Kanarischen Inseln mit drei Worten beschreibt: 

„Idyllisch, entspannend und einladend.“ 

 

Für viele Athletinnen und Athleten sind sie längst mehr als nur ein Trainingsort geworden: ein Ort, an dem Wind, Meeresbedingungen und Trainingsstunden wirklich den Unterschied machen.